Industriebau steht bei skv im Fokus

 

Für die Bauplanungsgesellschaft skv hat sich mit dem Industriebau ein Schwerpunkt der planerischen Tätigkeit stetig entwickelt. Mit der Umsetzung diverser millionenschwerer Bauprojekte hat sich das Kiersper Unternehmen in den letzten Jahren einen exzellenten Ruf erarbeitet. Mittlerweile sind Bernhard Schölzel und dessen Team in ganz Deutschland aktiv um Industriebauprojekte zu realisieren.

"Die Planung eines modernen und wirtschaftlichen Industriebaus ist komplex und vielfältig", erklärt Bernhard Schölzel von der skv Bauplanungsgesellschaft aus Kierspe. Eine Investition in dieser Größenordnung müsse bedarfsgerecht geplant werden. Bei einem Lagerbau sind andere Vorgaben zu erfüllen als beispielsweise in einer Kunststoffverarbeitung.

Planung von IndustriebautenIn Kierspe wurden mit den Gebäuden der Kunststoffverarbeiter Goletz und SuK Kunststofftechnik zwei moderne Betriebe in dem neuen Kiersper Industriegebiet entwickelt. Bei diesen Objekten galt es insbesondere den für Kunststoffverarbeiter spezifischen Workflow in einer adäquaten Produktionsumgebung umzusetzen. "Hier werden zum Beispiel Materialfluß des Kunststoffgranulats von der Lagerung, über die Trocknung bis hin zur Materialzuführung in unsere Raumkonzepte eingearbeitet", erläutert Bernhard Schölzel, der Geschäftsführer des Unternehmens ist. Wirtschaftliche Fertigung bedeutet auch kurze Wege in einem Objekt. "So werden mehrstöckige Industriebauten als Neubau praktisch nicht mehr konzipiert." Im Erdgeschoß befindet sich die Produktion und die produktionsbegleitenden Abteilungen wie z. B. der Werkzeugbau oder die Qualitätsprüfung. In der oberen Etage ist meistens die Verwaltung untergebracht. Wie im Einzelhandel so gilt auch in Produktions- oder Maschinenbauunternehmen die Formel der Flächenproduktivität.

"Unsere Aufgabe ist es, das Beste aus der wertvollen Fläche des Auftraggebers heraus zu holen."

Um flexibler auf die Anforderungen des Marktes reagieren zu können, erstellt die ASS Maschinenbau GmbH in Overath ein neues Gebäude auf der "grünen Wiese". Das Konzept und die Umsetzung kommen aus Kierspe. "Auch hier haben wir eine produktionsorientierte Planung an dem neuen Standort für den Automationsspezialisten ASS umgesetzt", erklärt Bernhard Schölzel die Idee. Bei der Erstellung wird im Vorfeld darauf geachtet, welche Bauweise zum Planungszeitpunkt wirtschaftlich ist. So setzten wir Gebäudeentwicklungen in Betonbauweise genauso um, wie Stahlskelettkonstruktionen. Während die Hallen in Kierspe in Stahlskelettbauweise erstellt wurden, war demgegenüber die Betonbauweise in Overath wirtschaftlicher. Unter anderem bot das bei der Objektgröße auch Vorteile die umfangreichen Brandschutzvorschriften entsprechend umzusetzen. "Wir behalten die Marktpreise für Materialien daher genau im Auge um dem Bauherrn wirtschaftliche Vorschläge anbieten zu können."

Eine tragfähige und kostengünstige Lösung zu realisieren ist eine der wichtigsten Aufgaben der Planer. So wird in Meinerzhagen aktuell ein Industriebau umgesetzt bei dem in erheblichen Umfang Gelände abgefangen werden musste. Schölzel: "Hier gilt die Regel, dass Erdbewegungen und das Abfangen von Gelände immer Kostentreiber sind." So wurde im Vorfeld exakt kalkuliert, was günstiger in der Bauphase zu realisieren ist. Mit schwerem Gerät wurden in Meinerzhagen kürzlich Bohrpfahlwände errichtet. Diese Technik, die längst nicht von jedem Planungsunternehmen umgesetzt wird, war dabei wirtschaftlicher zu realisieren, als die klassischen Mauerscheiben.

Bei den so genannten Folgekosten ist das Thema Energie- und Heizkostenoptimierung ebenfalls eine wichtige kalkulatorische Größe. "Unser Ziel ist es, dass Minimum des Notwendigen zu realisieren", erklärt Bernhard Schölzel. Energetische Berechnungen geben Aufschluss über den benötigten Energie- und Wärmebedarf in einem Gebäudekomplex. Anschließend muss noch die wirtschaftlichste Technik erarbeitet werden. So kommen die Firmen Goletz und SuK ohne Energiefremdkosten für die Beheizung aus. Die Abwärme der Produktionsmaschinen werden über ein Wärmetauschersystem in das Fußbodenheizsystem eingespeist. Bei ASS wird neben einem optimalen Grad der Wärmedämmung die benötigte Energie kostengünstig über ein Luft-Wasser-Wärmepumpe gewonnen. "Nur wenn das System inaktiv ist, wird über eine Gasheizung zu geheizt." Die Einsparpotenziale betragen jährlich mehrere tausend Euro, so der Planer von SKV weiter.

Neben der Bautechnik spielt letztlich auch die Optik eine Rolle. "Das ist natürlich des Architekten liebstes Kind", schmunzelt Schölzel. Denn gute Technik im inneren Gebäude muss auch ein moderne und optisch ansprechende Hülle bekommen. Darauf, so der Architekt, legt natürlich jeder Unternehmer besonderen Wert.

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